WIR GRATULIEREN!!

 


Das Land Tirol freut sich, die vorbildliche Zusammenarbeit der Gemeinden

LIENZER TALBODEN und ihr innovatives Kooperationsprojekt ZUKUNFTSRAUM LIENZER TALBODEN

mit dem 1. Platz des Gemeindekooperationspreises 2017 auszuzeichnen.


Wir gratulieren natürlich auch den Gemeinden Brixental - Wildschönau zum 2. Platz und Hippach - Schwendau zum 3. Platz

und bedanken uns für ihre hervorragende Arbeit!

 

 

Hippach - Schwendau

Gemeindeverwaltungskooperation im „Haus der Gemeinden“
 
Enge Kooperation als Alternative zu einer Gemeindezusammenlegung – dieser Ansatz markiert den Beginn des Projekts der Gemeinden Hippach und Schwendau. Bereits in den Jahren 2006 und 2007 wurde ein lokaler ‚Agenda 21 Prozess‘ durchgeführt, um – bei Wahrung der politischen Autonomie - Möglichkeiten zur besseren Zusammenarbeit zu entwickeln. Dies führte letztlich zu einer Zusammenlegung der beiden kommunalen Verwaltungen. Auf diese Weise wurde eine moderne und dienstleistungsorientierte Organisation geschaffen, die beste Voraussetzungen für die Bewältigung der künftigen Anforderungen bietet. Das gute Einvernehmen zwischen den Bürgermeistern, die bereits mehrfach erfolgreich „geübten“ gemeinsamen Gemeinderatssitzungen sowie das freundschaftliche Verhältnis der MitarbeiterInnen beider Gemeinden schafften ideale Voraussetzungen für das Gelingen dieses bislang tirolweit einzigartigen Pilotprojekts.
Seit Dezember 2013 sind die Verwaltungen von Hippach und Schwendau  vollständig unter einem Dach zusammengelegt, ein Totalumbau schaffte entsprechende räumliche Voraussetzungen.
Für die gemeinsame Verwaltung stehen 360 m² Nutzfläche zur Verfügung. Der geringe Personalstand von 4,3 MitarbeiterInnen für zwei Gemeinden in der Größenordnung von 3.101 Einwohnern konnte nochmals auf 4,05 reduziert werden. Die Kooperation bewirkt wesentlich mehr Effizienz in den Verwaltungsabläufen und eine weitere Entwicklung hin zur bürgerfreundlichen Serviceorganisation. Die Verwaltungskosten werden im Verhältnis der Anzahl der Hauptwohnsitze zwischen den Gemeinden aufgeteilt.
 

Lienzer Talboden

Planungsverband 36 - Zukunftsraum Lienzer Talboden
 
Im Jahr 2013 initiierten die 15 Gemeinden Ainet, Amlach, Assling, Dölsach, Gaimberg, Iselsberg-Stronach, Lavant, Leisach, Lienz, Nikolsdorf, Nußdorf-Debant, Oberlienz, Schlaiten, Thurn und Tristach einen gemeinsamen strategischen Entwicklungsprozess mit der Zielsetzung einer engen stadt-umland-räumlichen Zusammenarbeit in Infrastrukturfragen, der Siedlungspolitik und Wirtschaftsentwicklung sowie der Verwaltungszusammenarbeit.
Die Gemeinden im Lienzer Talboden umfassen eine Fläche von 471 km², 28.000 EinwohnerInnen und stellen mit rund 18.000 Erwerbstätigen sowie einer hohen Konzentration an Infrastruktur-, Freizeit- und Bildungseinrichtungen das soziale, gesellschaftliche und erwerbswirtschaftliche Zentrum im überregionalen Verflechtungsraum dreier Länder dar. Die Standortmarke „Zukunftsraum Lienzer Talboden“ ist visuelle „Klammer“ und Dachmarke für den Prozess, die Aktivitäten, Maßnahmen und Produkte der Standortentwicklung sowie für die gemeinsame Positionierung der 15 Verbandsgemeinden zu einem attraktiven und wettbewerbsfähigen Lebens- und Wirtschaftsraum. Die Marken- und Identitätspolitik ergänzt die Projekte der Stadt-Umland- Kooperation, sorgt für Sichtbarkeit und fokussiert grafisch die gemeinsame, interkommunale Zielsetzung der kooperativen Gestaltung eines Zukunftsraumes Lienzer Talboden.
Zu den großen Gemeinschaftsvorhaben zählte zuletzt die Bereitstellung von ultraschnellem Internet, durchgeführt auf Basis eines ambitionierten Masterplans. Mit dessen Umsetzung besteht nunmehr für alle Gemeinden im Zukunftsraum Lienzer Talboden Chancengleichheit im Standortfaktor der digitalen Erreichbarkeit. Dies mit einer Versorgungsqualität, die üblicherweise nur in Ballungs- und Verdichtungsräumen verfügbar ist.

Brixental - Wildschönau

Planungsverband 31 - Case Management - Beratung für Pflege und Gesundheitsprävention
 
Case Management ist ein Handlungsansatz, dessen tragende Idee das vernetzte Arbeiten bildet. Ziel ist es, eine individuelle und bedürfnisgerechte Lösung für Klienten und deren Angehörige in schwierigen Lebenslagen zu finden.
Der Planungsverband 31 Brixental – Wildschönau hat sich nach einem längeren Evaluierungsprozess im Jahr 2015 dazu entschieden, einen entsprechenden Case Manager, also „Kümmerer“ für die Region mit rund 24.000 EinwohnerInnen anzustellen - eine unabhängige Person, die bestmöglich die bestehenden Einrichtungen und Sozialpartner miteinander verbindet. Dadurch können eine Über-, Unter- oder Fehlversorgung vermieden und die bestehenden Ressourcen bestmöglich genutzt werden. Mit dem Case Management wurde konkret im April 2016 begonnen. Der Bedarf hat sich seither als sehr groß erwiesen.
Zu den bestehenden Einrichtungen und Sozialpartnern zählen alle Wohn- und Pflegeheime in der Region, darüber hinaus Krankenhäuser mit Entlassungsmanagement, Sozial und Gesundheitssprengel, Ärzte, Gemeinden, Freiwillige, Ehrenamtliche uvm.
Träger dieses Projektes sind die sieben Gemeinden im Planungsverband 31 Brixental – Wildschönau mit der Gemeinde Reith b. K. in Verbindung mit den SGS (Sozial- und Gesundheitssprengel) der Region als Verrechnungspartner.